amyiluu

Weil grad Alles rosa ist,…

Bei dem Titel würde ich mir ja jetzt fast eine Liebesgeschichte erwarten und ich glaub es wird vermutlich auch zu einer, ..

Rosa fast schon schreiend pink ist nicht nur das Logo meiner Hauptwirkungsstätte sondern auch das Gefühl welches mich gleichzeitig antreibt….

Lang wirklich lang hat es gedauert für mein Umfeld aufjedenfall zu lang und auch in meiner Glaubenswelt schon fast nicht mehr vorhanden,…

Der Gedanke:

Arbeit könnte, etwas mit Berufung zu tun haben und nicht nur mit Arbeit!

Ja ich hatte auch immer wieder so seltsame Geschichten gehört von Menschen, welchen das Glück beschienen ist, dass was sie tagtäglich machen „müssen“ zulieben. Nein bei manchen ging es sogar so weit, dass sie sogar stolz waren und die Ideale der Firma sich komplett mit ihren eigenen deckten.

Ich weiss, nun wird es dann schon bald kitschig, aber manche konnten davon sogar auch noch leben.

Für mich persönlich, wirkte das oft schon viel mehr wie Utopia als wie eine mögliche Realität.  Ach was wäre die Welt doch schöner wenn wir unserer Berufung folgen könnten und nicht unserem Lebenserhalt.

Haben sie mal versucht einen AMS-Beamten, das Wort Berufung zu erklären, oder das Vollbeschäftigung eine Illusion ist? Ja ich habe es öfter versucht, und zu welchen menschenverachtenden Verhalten das sofort geführt hat, könnte ganze Bibliotheken füllen.

Nur soviel jede noch so unglaubwürdige Geschichte über das Arbeitsmarktservice enthält mehr Wahrheit als man gemeinhin annehmen möchte und Vergleiche mit mordender, moderner Sklaverei sind durchaus angebracht.

Aber hierum geht es Heute nicht.

Heute wollen wir diese Zeilen mit einem Beispiel füllen, welches mir gezeigt hat und das am eigenen Leib, das es auch anders geht.

Anfang dieses Jahres reichte meine Flexibilität schon so weit,  auch das Land zu verlassen.  Aber wohin? Kulur und Sozialarbeit sind überall immer die ersten Bereiche in denen der Rotstift angesetzt wird.

Überleg, lass dir was einfallen, ja scheiße schön langsam gehen mir wirklich die Ideen aus.

Mein Umfeld und ihre gut gemeinten Sprüche, taten ihr übriges dazu.

Ja in der Welt der Medien hast du dich ja auch immer ganz gut zu Hause gefühlt, bei so vielen Originalen fällt ein Weiteres nicht auf.

Und schwupps, Stellenangebot als Assi der Chefredaktion, ja das geht! Ah für ein Essensmagazin na warum nicht. Einen Probetag später war meine einzigen Gedanken zu dem Job ok, ich kanns, aber wenn mir nicht irgendein anderer Grund ausser Kohle einfällt, oder um die erzwungenen Erziehungsmassnahmen des AMS abzuwehren, geh ich da in null komma nix ein.

Nach einer überstandenen Woche, war ihr und mir glaub ich ganz gut klar, nein wir würden uns das Leben gegenseitig nicht unbedingt leichter machen. Uff der Prostitution noch mal von der Schaufel gesprungen.

Na gut da war ja noch ne Ausschreibung die interessant klang.

Ein Mädchen für Alles speziell auch mit Buchhaltungskenntnissen und eine Neugründung!

Na das klingt ja mal, wie auf mich zugepasst.

Interessante Homepage, Interessanter Aufruf, na los geht’s, die Motivation kennt keine Grenzen und es klingt mal nicht nach Prostitution!

Nach einem nicht ganz reibungslosen Bewerbungsverlauf, ja wir wollen dich! Überraschung, na gut, Montag geht’s los.

Und damit startete eine meiner bisher interessantesten beruflichen Erfahrungen, mit drei ganz besonderen Menschen!

Von Anfang an war ich trotz wirklich unterschiedlichster Branchen Erfahrung von den hohen Ansprüchen, welche meine „Chefs“ an sich selber stellen, vor allem an Ihren Umgang mit Anderen beeindruckt.

Umso länger ich dabei bin umso mehr wird mir erst bewusst, was für eine unglaublich tolle Sache hier grad passiert.

Haben sie mal versucht ein neues Kulturprojekt zu starten. Von Null anzufangen und neun Monate später on AIR zu gehen, um Freiräume und Bühne für den Diskurs zu schaffen!

Dabei eine absolute Transparenz und Unabhängigkeit zu bewahren. Und von dem Allem noch nicht genug dabei Alles kollektiv zu entscheiden. Entscheidungen die Jetzt in der Minute sein müssen zu dritt zu bewältigen und dabei noch Freunde zu bleiben so unterschiedlich die Standpunkte sein mögen?  Ich war öfter Zeuge und auch Beteiligte so mancher Diskussion und auch da immer wieder überwältigt, auf welchem Niveau,  Meinungen vertreten werden.

Aber Nein auch dem ist noch nicht genug, wir holen uns noch die kritische Masse Wiens mit wieder unterschiedlichsten Praxen und Schwerpunkten ins Boot dazu.

Manchmal frage ich mich ehrlich, wie schafft man das eigentlich? Wenn ich da so an frühere Jobs denke, Nein!

Und da schließt sich wieder der Kreis!

Ich bin nämlich auch verdammt Stolz darauf ein Rädchen in diesem Projekt sein zu dürfen!

Und vielleicht gibt es nachdem Ganzen, ja noch ein paar Menschen mehr, die erkennen durften das Utopia gar nicht soweit weg ist, sondern Tagtäglich neben Ihnen bereits existiert.

Dieser Beitrag wurde am September 23, 2012 um 6:22 pm veröffentlicht. Er wurde unter Blog abgelegt und ist mit , , , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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